Darf sich wirklich jeder Coach nennen?

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Lutz Salamon

Profession Coach: Darf sich wirklich jeder Coach nennen?

Als Sprecher für den Roundtable der Coachingverbände (RTC) ist es mir ein besonderes Anliegen, Ihnen nicht nur Zahlen, Daten und Fakten unserer Interessensgemeinschaft zu präsentieren, sondern auch die aktuelle Situation auf dem Coachingmarkt darzustellen. Auf der Suche nach einem Coach treffen Sie auf Anbieter unterschiedlichster Couleur. Es ist wichtig zu wissen, dass in den freien Berufen keine bindenden Ausbildungskriterien, Weiterbildungsverpflichtungen oder gar staatliche Anforderungen und Richtlinien gibt. Jedoch legen Berufsverbände und Interessengemeinschaften die für ein professionelles Coaching unabdingbaren Ausbildungsrichtlinien und Qualitätsstandards fest.

Die Leistung des RTC – einer professionellen Interessengemeinschaft aus Expertinnen und Experten unabhängiger Berufs- und Fachverbände – besteht vor allem darin, einheitliche und vergleichbare Kriterien für die Profession Coach festzulegen. Unsere Ergebnisse dienen den Auftrag gebenden Unternehmen und Coachees, sowie Ausbildungsinstituten und der Öffentlichkeit zur Orientierung.

Gibt es ein Grundverständnis von Coaching?

Wenn Sie sich umschauen, finden Sie angefangen vom Google- bis hin zum Schokoladencoach Berufsfelder, die mit unserem Coachingverständnis gar nichts zu tun haben.

Bereits 2015 hat der Roundtable der Coachingverbände ein Positionspapier zur Profession: Coach herausgeben, das einen Überblick über die wichtigsten Kriterien professionellen Coachings gibt:

Über welche Kompetenzen und Voraussetzungen muss ein professioneller Coach unbedingt verfügen und welcher Ethik ist er verpflichtet? Was genau bedeutet professionelles Coaching, was muss es leisten und was soll es nicht leisten? Wie unterscheidet es sich von anderen Beratungsformen, an wen richtet es sich und welche Bedeutung kommt Coaching in der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung zu?

Wo wollen wir hin?

Unter Berücksichtigung des aktuellen Marktgeschehens, wissenschaftlicher Erkenntnisse und unserer Erfahrungen werden wir auch in Zukunft Standards für professionelles Coaching weiterentwickeln und etablieren. Unsere Vision ist es, professionelles Coaching möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Dazu suchen wir weitere Kooperationspartner und Mitstreiter, denen Qualität im Coaching ebenfalls ein hohes Gut ist.

Am 24.11.2017 halte ich auf dem Coachingtag den Impulsvortrag „Profession Coach! Jeder darf mitmachen?“. Ich lade Sie herzlich ein, aktiv daran teilzunehmen, Ziele und aktuelle Projekte des RTC kennenzulernen und gerne auch kontrovers mit mir zu diskutieren. Wie profitieren Sie als Coach und als Mitglied eines RTC-Verbandes von unseren Aktivitäten? Was braucht es aus unserer und was braucht es aus Ihrer Sicht, um aus einem unscharfen Berufsverständnis die Profession Coach zu schaffen? Helfen Sie mit, professionelles Coaching selbstverständlich werden zu lassen!

 

Coachingtag mit Impulsvortrag findet in München auf der Weiterbildungsmesse myQ statt. Der Qualitätsring Coaching und Beratung wird dort durch unseren Regionalbeauftragten Jörh Hohlfeld vertreten. Wer mehr Informationen wünscht, findet weitere Inhalte auf der Blogseite: https://www.myq-messe.de/blog/

Wir empfehlen allen Mitgliedern, die die Möglichkeit haben nach Münschen zu kommen, die Weiterbildungsmesse zu besuchen. 

Mit besten Wünschen
Vorstand QRC e.V.

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