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Krisen bieten Chancen

Krisen bieten Chancen

Wenn man in einer akuten Krise mit der Aussage „Krisen bieten Chancen“ konfrontiert wird, dann klingt das für den Betroffenen erst mal wie ein Schlag ins Gesicht. Eine Krise ist etwas Unerwartetes. Je nach Ausgang der Situation ist das Leben danach nicht mehr das gleiche wie vorher. Unter Umständen hätte man die Situation vielleicht vorhersehen oder sogar vermeiden können. Befindet man sich jedoch inmitten der Krise, dann hilft Grübeln oder der Blick in die Vergangenheit nicht weiter. Es geht als Erstes darum, nach vorne zu schauen, um den unbeherrschten Zustand wieder in irgendeiner Form beherrschbar zu machen. Idealerweise wird aus dem „Irgendwie“ ein planbarer Zustand, der kontrolliert abgearbeitet werden kann. Durch eine konkrete Gestaltung in einer realisierbaren Form entsteht dann die Wandlung von der Krise zur Chance.

Das klingt verblüffend einfach. Tschakka, Ärmel hoch und alles wird gut. Sinngemäß findet sich die Aussage in jedem guten Motivationsbuch wieder. Doch was ist, wenn die Krise so groß ist, dass man die Folgen in keiner Weise absehen kann? Was ist, wenn man mittendrin steckt und einen den Mut verlässt, weil alles so aussichtslos erscheint? Das ist der Moment, an dem die Resilienz gefordert wird. Wer organisiert und vorbereitet ist, der kann sich in einer Krise mit Maßnahmenplänen helfen und sie abarbeiten. Doch was ist, wenn keine Maßnahmenpläne existieren, weil die Auswirkungen so heftig und überraschend kommen? Dann kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Überforderung und Orientierungslosigkeit. Die Corona-Krise bringt unsere Gesellschaft in die Überforderung. Das ist keine Schwarzmalerei oder Pessimismus. Das ist nüchtern betrachtete Tatsache. Aktuell sind Existenzen hochgradig gefährdet. Für viele wird es ein Kampf des Überlebens werden.

In dieser Betrachtung geht es mir nicht um die gesundheitlichen Aspekte. Natürlich bin ich in Gedanken bei jedem Erkrankten und wünsche eine baldige und gute Genesung. Außerdem bin ich in Gedanken bei den Angehörigen der Verstorbenen und wünsche viel Kraft und Beistand in dieser Zeit. Doch an diesem Teil der Krise habe ich keine Möglichkeit aktiv etwas zu verändern. Ich kann in meinem Umfeld auf eine gesunde Ernährung, hygienische Maßnahmen und auf eine Steigerung der Abwehrkräfte achten. Des Weiteren kann ich mich selber in Isolation halten und gefährde somit meine Mitmenschen nicht als potentieller Überträger. Gegen den Virus selbst habe ich nichts in der Hand. Den Kampf führen andere. Dies ist Aufgabe der Mediziner und den unterstützenden Funktionen. Ich danke allen, die diesen Kampf gerade für uns führen. Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem die medizinische Versorgung auf einem sehr hohen Niveau liegt. Von dieser Seite werden wir die Krise meistern.

Worum es mir aktuell geht, das sind die sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Denn das ist der Bereich, in dem wir gerade jetzt, mit Coaching und Beratung aktiv werden können und müssen. Organisationen, Menschen und Unternehmen brauchen in dieser Zeit Begleitung und Unterstützung. Unsere Aufgabe als Coach und Berater ist es, Menschen zu helfen und Ihnen auf ihrem Weg diese Begleiter und Unterstützer zu sein. Dabei gilt es die Unterstützung auf den unterschiedlichsten Ebenen abzudecken.

Doch wie unterstützt man, wenn ein gewohnter Kontakt nicht mehr möglich ist? Termine werden abgesagt und somit kommen unter Umständen Dienstleistung, Hilfe und Betreuung zum Erliegen. Als bekennender Christ macht mir hier insbesondere Sorgen, dass selbst kirchliche Veranstaltungen und Gottesdienste abgesagt werden. Wie sieht es dann erst mit anderen sozialen Kontakten aus? Orte der Zuflucht werden geschlossen und sorgen somit für eine weitere Isolation von Bedürftigen.

Heißt das nun, dass wir dem hilflos gegenüber stehen? Ganz im Gegenteil. Wir können unseren Beitrag leisten. Mit unseren Fähigkeiten werden wir eine wichtige Säule der Unterstützung in der aktuellen Situation. Wir haben die Chance dazu.

Wenn wir diese Chance nutzen wollen, dann bedeutet das jedoch auch ein Umdenken in der eigenen Arbeitsweise. Ein direkter und physischer Kontakt ist nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich. Doch das bedeutet nicht, dass das auch für die persönliche Betreuung gilt. Das bedeutet auch nicht, dass wir handlungsunfähig werden. Es bedeutet, dass es Zeit wird, unseren Handlungsraum zu verändern. Veränderung bedeutet in diesem Zusammenhang, Arbeitsweisen auf die online gegebenen Möglichkeiten zu verändern.

Natürlich funktioniert das nicht mit physischen Prozessen wie z.B. Produktion, Handwerk oder auch Einzelhandel. Was das konkret bedeutet, wird sich in Zukunft noch zeigen. Allerdings funktioniert der digitale Wandel zur Onlinefähigkeit hervorragend für Bildung, Entwicklung, mentaler Betreuung und eben auch Coaching, Training und Beratung.

Und genau das ist es, was ich in diesem Fall mit Chancen meine. Wir haben die Chance, handlungsfähig zu bleiben. Es gibt uns nun die Möglichkeit und vielleicht sogar die Notwendigkeit zum Umdenken. Auf jeden Fall bietet es uns die Chance, uns selbst zu hinterfragen und somit auch das Potential etwas Neues zu wagen.

Der Change zum Online-Business oder zur Digitalisierung ist unter Umständen ein Paradigmenwechsel. Im Zusammenhang von Smart Factory oder Industrie 4.0 wird hier gerne auch von einer disruptiven Veränderung gesprochen. Traditionelles muss vor Neuem weichen. Unbekanntes Neuland muss betreten werden. Wer unbekannte Inseln betreten will, der muss erst durch unbekannte Gewässer.

Die Veränderung seiner Tätigkeit in die Onlinewelt ist somit sicherlich eine Herausforderung. In erster Linie ist es allerdings eine Entscheidung. Jedoch ist die Entscheidung zur digitalen Transformation eine Entscheidung für die Zukunft. Es bietet unter anderem die Möglichkeit, in der aktuellen Situation handlungsfähig zu bleiben.

Die Veränderung jetzt zu wagen bedeutet eine Erreichbarkeit zu schaffen. Eine Erreichbarkeit, um das zu tun, was wir können und wollen. Unternehmen, Organisationen und Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Hinzu kommt noch der Freiraum für die Entfaltung seiner eigenen Stärken und Fähigkeiten sowie der Bildung von Synergien. Wer lokal tätig ist, der beschränkt seine Handlungsfähigkeit. Mehrere Coaches auf lokalen Raum bilden Wettbewerb. Global bilden sie Ergänzungen. Stärken können gezielter eingesetzt werden und so synergetisch zum Wohl von Kunden und Klienten genutzt werden.

Wer sich mit dem Potential der Online-Möglichkeiten noch nicht beschäftigt hat, der kann das im QRC tun. Gleiches gilt auch für diejenigen, die ihre digitalen Möglichkeiten weiter ausbauen wollen. Wir werden in den nächsten Tagen verstärkt das Angebot zur Entwicklung in die Onlinewelt erweitern. Hierzu gehören z.B. Informationsveranstaltungen und Weiterbildungen für die tägliche Arbeit in der digitalen Welt. Außerdem ist eine Notfall- und Supporthotline für „Digitale-Coaches“ in Planung. Die Arbeitsgemeinschaft „Digitale Transformation“ wird sich in der kommenden Woche mit den Themen und den entsprechenden Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Damit bieten wir sowohl Unterstützung bei der Transformation als auch bei dem Ausbau oder auch der Weiterführung der täglichen Arbeit.

Als nächstes Event findet am 17.03.20 im Rahmen der Frühlingsaktion „Wissens-Nuggets“ der Entdeckerpfad Online-Coaching statt. Isabel Hammermann-Merker gibt hier einen Überblick über die Welt des Online-Coachings. Informationen hierzu sind in der Kategorie „Wissens-Nuggets“ zu finden.

Ich erlebe den QRC als vielseitige Gemeinschaft. Unsere unterschiedlichen Stärken richtig platziert, können einen starken Beitrag in der gegenwärtigen Situation leisten. Angefangen mit unserer eigenen Handlungsfähigkeit. Nur wenn wir agieren können, sind wir ein Nutzen für die Menschen, die uns jetzt brauchen. Wir stehen in dieser Veränderung im QRC nicht alleine. Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass es auch unsere Kunden und Klienten nicht tun.

Bei Fragen oder Anregungen zu dem Thema senden Sie uns bitte eine E-Mail an office@qrc-verband.de.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine wertvolle Zeit

Christian Dräger
Leiter der QRC AG Digitale Transformation

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