QRC

Auf unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu den verschiedensten Themenfeldern unserer Arbeit.

Sommer-Challenge-langsame Öffnung

Sommer-Challenge-langsame Öffnung Sommer-Challenge-langsame Öffnung

Präsenzkurse in Onlinekurse umzuwandeln war eine Herausforderung, der sich viele Coaches und Berater in den letzten Wochen und Monaten stellen mussten. Das operative Geschäft sollte trotz Shutdown möglichst nahtlos weiterlaufen. Bei all der Hektik ist verständlich, dass nicht gleichzeitig auf alles geschaut werden konnte und Wichtiges ungeachtet blieb.

Zu diesen Punkten gehören:

  • EU-DSGVO
  • Rechtsfragen
  • Nutzungslizenzen
  • Online-Medien-Kompetenz der Berater, Coaches, Dozenten und Trainer
  • Ansprechende Wissenvermittlung
  • Zukunftsfähigkeit und Interaktivität des Learnmanagementsystems
  • Kursplanung mit Lernzielen, Didaktik und Methodik
  • Hygienekonzept für Präsenzveranstaltungen

Entscheidungshilfen für E-Learning-Software

Das Merkblatt "Vom Präsenzangebot zum Onlineformat" beinhaltet Check-Listen mit informativen Links zum Datenschutz, Urheber- Lizenz- bzw. Nutzungsrecht, Rechte im Online-Learning, Prüfungsrecht, Förderrichtlinien, Zertifizierung/Anerkennung sowie Nutzungsbedingungen für E-Learning-Plattformen.

Bei der Nutzung von E-Learning-Plattformen sollten unbedingt die Nutzungsbedingungen sowie vor allem die datenschutzrechtlichen Aspekte geprüft und berücksichtigt werden. Bevor man sich für einen E-Learning Anbieter entscheidet, sollten vorab einige zentrale Fragen gestellt und beantwortet werden:

  • Wer nutzt die E-Learning-Software?
  • Welche digitalen Vorkenntnisse bringen meine Teilnehmenden mit?
  • Was soll abgebildet werden?
  • Wie flexibel ist die E-Learning Plattform?
  • Welche Einblicke bekomme ich, um nachvollziehen zu können, wie sich einzelnen Lernfortschritte entwickeln?
  • Wie zukunftsfähig und interaktiv ist das Lernmanagementsystem?
  • Wo wird gehostet?
  • Wird Wissen auch ansprechend vermittelt?
  • Welche Zertifikate und Awards wurden dem Software-Anbieter bereits verliehen? Wer kann die Software bedienen?
  • Welcher Support steht mir zur Verfügung

Neue Medien und Mobiles Lernen - Eine Handreichung der gleichnamigen Fachgruppe aus dem Bündnis für Lebenslanges Lernen mit Empfehlungen und Praxisbeispielen für Weiterbildungsträger in Baden-Württemberg: https://www.fortbildung-bw.de/wp-content/uploads/2017/07/ BLLL_HR_NeueMedien_komplett_161118.pdf

QM für Webinare und Online-Angebote

Mit Start in den Sommer ist jedoch auch die Zeit gekommen, einen Schritt zurückzutreten, wieder verstärkt auf Sicherheit, Kompetenz und Qualität der eigenen Angebote zu achten.

Der Trend zeigt, dass sich zukünftig hybride, blended Formate am Markt durchsetzen werden, ebenfalls Remote-Coaching sowie Micro-Learning. Unsere Kunden, vor allem die Unternehmen, erlebten diese kreative Veränderung. Wir besitzen nun alle viel mehr Vergleichsmöglichkeiten als vor Corona. Wir erlebten jetzt online neben den frontalen Formaten Interaktionen, Abwechslung und Spaß mit selbstgesteuertem Lernen.

Die Messlatte liegt hoch und wir werden sie noch höher legen, um z. B. unsere bereits bestehenden QRC Coach-Standards, die für die Präsenz gelten, auf Online-Coachingformate und Kompetenzen eines Online-Coachs weiterentwickeln und anwenden zu können.

Best Online-Practice

Bieten Sie statt Quick und Dirty einen Flipped-Classroom an, erstellen Sie asynchrone Einheiten mit Hand und Fuß, Materialien zum Einstieg, die Ihren Kunden bei der Lösung ihrer Probleme helfen. Ein anschließender, gut angeleiteter synchroner Austausch in Webinarform mit bis zu 12 Teilnehmern motiviert, gibt Gruppenhalt und vermag dennoch individuelle Lösungen aufzuzeigen.  Haben Ihre Teilnehmer wenig Online-Erfahrung, bieten Sie dann Einwahlmöglichkeiten, die einen Zugang sowohl mit dem Laptop als auch Telefon zulassen. So schließen Sie niemanden aus und machen Mut und Lust auf die Nutzung der neuen Medien. Sorgen Sie für Kooperationsmöglichkeiten und Kollaborationen. Schließen Sie Ihren Flipped-Classroom gemeinsam mit Ihren Teilnehmern durch eine Reflexion oder ein Format, das zum gewählten Thema passt. Oft haben die Teilnehmer selbst gute Ideen und einen Gestaltungswunsch.

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Open Educational Recources (OEP) helfen mit frei lizenzierten Materialien eigene Seminarunterlagen einfacher zu gestalten. Hier erhalten Sie die kostenfreie Broschüre von Susanne Grimm und Bodo Rödel, erschienen 2019: Open Educational Resources (OER) für die Berufsbildung - Mit Offenen Bildungsmaterialien arbeiten: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/10347

Die Broschüre "Webinare in der Erwachsenenbildung: Konzeption, Gestaltung und Umsetzung" beschäftigt sich u.a. mit kontinuierlicher Qualität, gibt eine griffige Einleitung, macht auf Webinarstruktur aufmerksam, Webinarphasen, Foliengestaltung, Ablauf mit Ablaufplan, Interaktionen, geht auf externe Tools ein, organisatorische Vorbereitung, Durchführung, Soziale Präsenz und Umgang mit technischen Störungen. Zusätzlich finden Sie in diesem Leitfaden Nachbereitungen und Check-Listen, alles in ansprechender Form mit Grafiken und Literaturverzeichnis.

Hygienekonzept für Präsenzveranstaltungen

Natürlich freuen wir uns auf die Präsenz, auf die Wiederaufnahme des Kursbetriebs!

Aber ganz ehrlich, haben Sie bereits ein Konzept, das Sie umsetzen können? Hier ein Hinweis zu den länderspezifischen Abweichungen und Hygieneplänen am Beispiel Rahmenkonzept der Wiederaufnahme in den Volkshochschulen.

Illustration Jana Kreisl

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Krisen bieten Chancen

Krisen bieten Chancen

Wenn man in einer akuten Krise mit der Aussage „Krisen bieten Chancen“ konfrontiert wird, dann klingt das für den Betroffenen erst mal wie ein Schlag ins Gesicht. Eine Krise ist etwas Unerwartetes. Je nach Ausgang der Situation ist das Leben danach nicht mehr das gleiche wie vorher. Unter Umständen hätte man die Situation vielleicht vorhersehen oder sogar vermeiden können. Befindet man sich jedoch inmitten der Krise, dann hilft Grübeln oder der Blick in die Vergangenheit nicht weiter. Es geht als Erstes darum, nach vorne zu schauen, um den unbeherrschten Zustand wieder in irgendeiner Form beherrschbar zu machen. Idealerweise wird aus dem „Irgendwie“ ein planbarer Zustand, der kontrolliert abgearbeitet werden kann. Durch eine konkrete Gestaltung in einer realisierbaren Form entsteht dann die Wandlung von der Krise zur Chance.

Das klingt verblüffend einfach. Tschakka, Ärmel hoch und alles wird gut. Sinngemäß findet sich die Aussage in jedem guten Motivationsbuch wieder. Doch was ist, wenn die Krise so groß ist, dass man die Folgen in keiner Weise absehen kann? Was ist, wenn man mittendrin steckt und einen den Mut verlässt, weil alles so aussichtslos erscheint? Das ist der Moment, an dem die Resilienz gefordert wird. Wer organisiert und vorbereitet ist, der kann sich in einer Krise mit Maßnahmenplänen helfen und sie abarbeiten. Doch was ist, wenn keine Maßnahmenpläne existieren, weil die Auswirkungen so heftig und überraschend kommen? Dann kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Überforderung und Orientierungslosigkeit. Die Corona-Krise bringt unsere Gesellschaft in die Überforderung. Das ist keine Schwarzmalerei oder Pessimismus. Das ist nüchtern betrachtete Tatsache. Aktuell sind Existenzen hochgradig gefährdet. Für viele wird es ein Kampf des Überlebens werden.

In dieser Betrachtung geht es mir nicht um die gesundheitlichen Aspekte. Natürlich bin ich in Gedanken bei jedem Erkrankten und wünsche eine baldige und gute Genesung. Außerdem bin ich in Gedanken bei den Angehörigen der Verstorbenen und wünsche viel Kraft und Beistand in dieser Zeit. Doch an diesem Teil der Krise habe ich keine Möglichkeit aktiv etwas zu verändern. Ich kann in meinem Umfeld auf eine gesunde Ernährung, hygienische Maßnahmen und auf eine Steigerung der Abwehrkräfte achten. Des Weiteren kann ich mich selber in Isolation halten und gefährde somit meine Mitmenschen nicht als potentieller Überträger. Gegen den Virus selbst habe ich nichts in der Hand. Den Kampf führen andere. Dies ist Aufgabe der Mediziner und den unterstützenden Funktionen. Ich danke allen, die diesen Kampf gerade für uns führen. Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem die medizinische Versorgung auf einem sehr hohen Niveau liegt. Von dieser Seite werden wir die Krise meistern.

Worum es mir aktuell geht, das sind die sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Denn das ist der Bereich, in dem wir gerade jetzt, mit Coaching und Beratung aktiv werden können und müssen. Organisationen, Menschen und Unternehmen brauchen in dieser Zeit Begleitung und Unterstützung. Unsere Aufgabe als Coach und Berater ist es, Menschen zu helfen und Ihnen auf ihrem Weg diese Begleiter und Unterstützer zu sein. Dabei gilt es die Unterstützung auf den unterschiedlichsten Ebenen abzudecken.

Doch wie unterstützt man, wenn ein gewohnter Kontakt nicht mehr möglich ist? Termine werden abgesagt und somit kommen unter Umständen Dienstleistung, Hilfe und Betreuung zum Erliegen. Als bekennender Christ macht mir hier insbesondere Sorgen, dass selbst kirchliche Veranstaltungen und Gottesdienste abgesagt werden. Wie sieht es dann erst mit anderen sozialen Kontakten aus? Orte der Zuflucht werden geschlossen und sorgen somit für eine weitere Isolation von Bedürftigen.

Heißt das nun, dass wir dem hilflos gegenüber stehen? Ganz im Gegenteil. Wir können unseren Beitrag leisten. Mit unseren Fähigkeiten werden wir eine wichtige Säule der Unterstützung in der aktuellen Situation. Wir haben die Chance dazu.

Wenn wir diese Chance nutzen wollen, dann bedeutet das jedoch auch ein Umdenken in der eigenen Arbeitsweise. Ein direkter und physischer Kontakt ist nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich. Doch das bedeutet nicht, dass das auch für die persönliche Betreuung gilt. Das bedeutet auch nicht, dass wir handlungsunfähig werden. Es bedeutet, dass es Zeit wird, unseren Handlungsraum zu verändern. Veränderung bedeutet in diesem Zusammenhang, Arbeitsweisen auf die online gegebenen Möglichkeiten zu verändern.

Natürlich funktioniert das nicht mit physischen Prozessen wie z.B. Produktion, Handwerk oder auch Einzelhandel. Was das konkret bedeutet, wird sich in Zukunft noch zeigen. Allerdings funktioniert der digitale Wandel zur Onlinefähigkeit hervorragend für Bildung, Entwicklung, mentaler Betreuung und eben auch Coaching, Training und Beratung.

Und genau das ist es, was ich in diesem Fall mit Chancen meine. Wir haben die Chance, handlungsfähig zu bleiben. Es gibt uns nun die Möglichkeit und vielleicht sogar die Notwendigkeit zum Umdenken. Auf jeden Fall bietet es uns die Chance, uns selbst zu hinterfragen und somit auch das Potential etwas Neues zu wagen.

Der Change zum Online-Business oder zur Digitalisierung ist unter Umständen ein Paradigmenwechsel. Im Zusammenhang von Smart Factory oder Industrie 4.0 wird hier gerne auch von einer disruptiven Veränderung gesprochen. Traditionelles muss vor Neuem weichen. Unbekanntes Neuland muss betreten werden. Wer unbekannte Inseln betreten will, der muss erst durch unbekannte Gewässer.

Die Veränderung seiner Tätigkeit in die Onlinewelt ist somit sicherlich eine Herausforderung. In erster Linie ist es allerdings eine Entscheidung. Jedoch ist die Entscheidung zur digitalen Transformation eine Entscheidung für die Zukunft. Es bietet unter anderem die Möglichkeit, in der aktuellen Situation handlungsfähig zu bleiben.

Die Veränderung jetzt zu wagen bedeutet eine Erreichbarkeit zu schaffen. Eine Erreichbarkeit, um das zu tun, was wir können und wollen. Unternehmen, Organisationen und Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Hinzu kommt noch der Freiraum für die Entfaltung seiner eigenen Stärken und Fähigkeiten sowie der Bildung von Synergien. Wer lokal tätig ist, der beschränkt seine Handlungsfähigkeit. Mehrere Coaches auf lokalen Raum bilden Wettbewerb. Global bilden sie Ergänzungen. Stärken können gezielter eingesetzt werden und so synergetisch zum Wohl von Kunden und Klienten genutzt werden.

Wer sich mit dem Potential der Online-Möglichkeiten noch nicht beschäftigt hat, der kann das im QRC tun. Gleiches gilt auch für diejenigen, die ihre digitalen Möglichkeiten weiter ausbauen wollen. Wir werden in den nächsten Tagen verstärkt das Angebot zur Entwicklung in die Onlinewelt erweitern. Hierzu gehören z.B. Informationsveranstaltungen und Weiterbildungen für die tägliche Arbeit in der digitalen Welt. Außerdem ist eine Notfall- und Supporthotline für „Digitale-Coaches“ in Planung. Die Arbeitsgemeinschaft „Digitale Transformation“ wird sich in der kommenden Woche mit den Themen und den entsprechenden Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Damit bieten wir sowohl Unterstützung bei der Transformation als auch bei dem Ausbau oder auch der Weiterführung der täglichen Arbeit.

Als nächstes Event findet am 17.03.20 im Rahmen der Frühlingsaktion „Wissens-Nuggets“ der Entdeckerpfad Online-Coaching statt. Isabel Hammermann-Merker gibt hier einen Überblick über die Welt des Online-Coachings. Informationen hierzu sind in der Kategorie „Wissens-Nuggets“ zu finden.

Ich erlebe den QRC als vielseitige Gemeinschaft. Unsere unterschiedlichen Stärken richtig platziert, können einen starken Beitrag in der gegenwärtigen Situation leisten. Angefangen mit unserer eigenen Handlungsfähigkeit. Nur wenn wir agieren können, sind wir ein Nutzen für die Menschen, die uns jetzt brauchen. Wir stehen in dieser Veränderung im QRC nicht alleine. Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass es auch unsere Kunden und Klienten nicht tun.

Bei Fragen oder Anregungen zu dem Thema senden Sie uns bitte eine E-Mail an office@qrc-verband.de.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine wertvolle Zeit

Christian Dräger
Leiter der QRC AG Digitale Transformation

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